SWOT-Analyse: Klarheit schaffen, Optionen entwickeln

SWOT Analyse

Die SWOT-Analyse ist ein zentrales Werkzeug der Strategiearbeit. Sie hilft, ein Unternehmen im Zusammenspiel mit seinem Umfeld systematisch zu durchleuchten und daraus strategisch wirksame Optionen abzuleiten.

Richtig eingesetzt, schafft sie Klarheit über interne und externe Einflussfaktoren, schärft den Blick für Zusammenhänge und ermöglicht fundierte Entscheidungen. Doch wie funktioniert dieser Ansatz konkret? Was ist dabei zu beachten? Und welchen Beitrag leistet die SWOT-Analyse im Gesamtprozess der Strategieentwicklung?

Wir von der 361 consulting group unterstützen Organisationen dabei, SWOT-Analysen nicht nur methodisch sauber anzuwenden, sondern strategisch als Teil eines wirkungsorientierten Entwicklungsprozesses weiterzudenken.

Worum gehts in diesem Artikel?

Die SWOT-Analyse verknüpft die Analyse interner und externer Faktoren, schafft strategische Klarheit und unterstützt die Entwicklung fundierter Optionen für strategische Entwicklungsrichtungen. Sie hilft, Stärken gezielt zu nutzen, Schwächen abzubauen, Chancen zu erkennen und Risiken vorausschauend zu begegnen.

    Das Wichtigste vorab zusammengefasst:

  • Die SWOT-Analyse verbindet interne und externe Faktoren und schafft so eine fundierte Basis für strategische Entscheidungen

  • Ein strukturiertes Vorgehen, etwa entlang der Wertschöpfungskette, sorgt für belastbare Ergebnisse

  • Typische Fehler in der Strategiearbeit wie unklare Stärken oder voreilig formulierte Optionen lassen sich durch gezielte Analyse vermeiden

  • Strategische Optionen entstehen als Ergebnis durch die systematische Verknüpfung der SWOT-Faktoren

  • Wir von der 361 consulting group unterstützen Organisationen dabei, SWOT-Analysen wirkungsvoll in den Gesamtprozess der Strategieentwicklung einzubetten

Was ist die SWOT-Analyse und welchen Zweck erfüllt sie in der strategischen Analyse?

Die SWOT-Analyse ist ein bewährtes Instrument im Strategieentwicklungsprozess, um ein Unternehmen ganzheitlich zu betrachten. Der Begriff steht für Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats – also Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken. Die Besonderheit: SWOT verbindet interne Faktoren mit externen Einflüssen zu einem klar strukturierten Gesamtbild.

Damit leistet die Methode weit mehr als eine Momentaufnahme: Sie bildet den Ausgangspunkt für strategische Überlegungen und hilft dabei, konkrete strategische Optionen analytisch abzuleiten. Dabei werden die Stärken und Schwächen mit den Chancen und Risiken kombiniert. Die möglichen Kombinationen aus den SWOT-Faktoren lassen sich gezielt in vier Normstrategien überführen:

Die vier Normstrategien der SWOT-Analyse

Kombination der FaktorenStrategische Stoßrichtung (Normstrategie)
Stärke + Chance (SO-Strategie)Stärken nutzen, um Chancen gezielt zu nutzen
Schwäche + Chance (WO-Strategie)Schwächen abbauen, um Chancen besser nutzen zu können
Stärke + Risiko (ST-Strategie)Stärken einsetzen, um Risiken gezielt zu minimieren
Schwäche + Risiko (WT-Strategie)Schwächen reduzieren, um Risiken vorausschauend zu minimieren

Diese systematische Gegenüberstellung schafft einen analytischen Rahmen und erlaubt die fundierte Entwicklung und Ableitung von Optionen für die strategische Entwicklung.

Wie wird eine SWOT-Analyse aufgebaut und systematisch durchgeführt?

Damit die SWOT-Analyse ihre volle Wirkung entfalten kann, braucht es ein strukturiertes Vorgehen. Sie gliedert sich in zwei zentrale Analyseschritte:

  • Stärken- und Schwächenanalyse (interne Perspektive)

Hier geht es darum, das Unternehmen systematisch zu analysieren. Hilfreich ist dabei der Blick entlang der zentralen Wertschöpfungskette. In der Praxis erfolgt die Analyse oft anhand der vorhandenen Abteilungsstruktur. So lassen sich Stärken und Schwächen gezielt erfassen und klar einordnen, welche auch tatsächlich strategisch bedeutsam sind.

  • Chancen- und Risikenanalyse (externe Perspektive)

Hier richtet sich der Blick nach außen: Welche Chancen und Risiken ergeben sich aus externen Entwicklungen im Umfeld. Die Frage lautet stets, was das für das Unternehmen bedeutet. Die Analyse basiert auf konkreten Veränderungen im Markt, in der Gesellschaft, im regulatorischen Umfeld oder in der Technologie.

Solche Entwicklungen lassen sich beispielsweise auf Basis der PESTEL-Analyse identifizieren, die politische, wirtschaftliche, soziale, technologische, ökologische und rechtliche Faktoren strukturiert erfasst. Ziel ist es, gezielt abzuleiten, welche Entwicklungen Chancen eröffnen und welche Risiken daraus entstehen können.

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Erst durch die Verbindung beider Perspektiven entsteht ein fundiertes Gesamtbild, das Ausgangspunkt für die strategischen Überlegungen darstellt. Als erfahrene Unternehmensberatung unterstützen wir von der 361 consulting group Organisationen dabei, SWOT-Analysen methodisch präzise umzusetzen und gezielt in strategische Entscheidungsprozesse zu integrieren.

Welche typischen Fehler gilt es bei der Anwendung der SWOT-Analyse zu vermeiden?

Obwohl die Methode grundsätzlich einfach erscheint, schleichen sich in der Praxis immer wieder typische Fehler ein, die die Aussagekraft erheblich schwächen können oder irritierende Ergebnisse produzieren können:

  • Ungewichtete Aufzählungen: Alle Punkte gleichwertig zu behandeln ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Relevanz führt schnell zu einer unklaren Priorisierung.
  • Schein-Stärken: Aspekte werden als Stärken bezeichnet, ohne zu prüfen, ob sie im Vergleich zum Wettbewerb wirklich einen Vorteil darstellen.
  • Missverständnisse bei Chancen und Risiken: Chancen werden häufig mit bereits gedachten Maßnahmen verwechselt. Ein häufiger Denkfehler ist dabei: Es wird überlegt, was das Unternehmen tun könnte anstatt zu analysieren, was sich im Umfeld tatsächlich verändert.

    Ein Beispiel: Der demografische Wandel führt zu einer wachsenden Gruppe von Menschen mit hoher Kaufkraft im höheren Alter („Silver Liners“). Die Chance liegt hier in der steigenden Nachfrage dieser Zielgruppe, nicht in der Idee, Produkte dafür zu entwickeln. Letzteres ist bereits eine strategische Option – und gehört nicht mehr in die SWOT-Analyse.

Wie lassen sich aus der SWOT-Analyse konkrete strategische Optionen ableiten?

Erst die Verknüpfung der internen und externen Perspektiven macht die SWOT-Analyse zu einem strategischen Werkzeug. Entscheidend ist die Ableitung von Optionen auf Basis der  systematischen Kombination von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken:

  • Wie können wir unsere Stärken nutzen, um Chancen zu nutzen?
    (SO-Strategie / Stärke-Chance)
  • Welche Risiken lassen sich mit vorhandenen Stärken minimieren?
    (ST-Strategie / Stärke-Risiko)
  • Wo verhindern Schwächen, dass wir Chancen nutzen können – und wie lassen sich diese Schwächen gezielt abbauen?
    (WO-Strategie / Schwäche-Chance)
  • Wie können wir Risiken begrenzen, die durch interne Schwächen entstehen?
    (WT-Strategie / Schwäche-Risiko)

Diese strukturierte Denkweise fördert strategische Klarheit und hilft dabei, Optionen systematisch zu entwickeln, anstatt rein reaktiv zu agieren. Gerade in dynamischen Marktumfeldern ist das ein zentraler Erfolgsfaktor.

Eine gut gemachte SWOT-Analyse schafft mehr als nur Überblick. Sie verbindet die Analyse mit der systematischen Ableitung strategischer Optionen, die zum Unternehmen passen.

Dr. Julian Winterheller

Geschäftsführender Consultant

Foto Dr. Julian Winterheller

Welche Rolle spielt die SWOT-Analyse im Gesamtprozess der Strategieentwicklung?

Im Rahmen eines professionellen Strategieprozesses bildet die SWOT-Analyse eine unverzichtbare Basisperspektive. Sie hilft, ein klares Bild über die Ausgangslage zu gewinnen: Wo liegen die Stärken und Schwächen des Unternehmens und welche Chancen und Risiken ergeben sich aus dem Umfeld?

Darüber hinaus bietet die SWOT-Analyse eine strukturierte Möglichkeit, interne und externe Einflussfaktoren gezielt gegenüberzustellen und daraus fundierte strategische Optionen abzuleiten.

In Kombination mit weiteren Instrumenten wie Geschäftsmodellanalyse, Zielarchitektur oder Budgetplanung entsteht so ein klares Bild, auf dessen Basis sich die strategische Ausrichtung wirksam gestalten und steuern lässt.

Fazit

Die SWOT-Analyse ist kein analytisches Pflichtprogramm, sondern ein strategisches Denkwerkzeug: Sie schafft Struktur, verdeutlicht Zusammenhänge und baut die Brücke zwischen Analyse und der systematischen Ableitung von Handlungsoptionen.

Wer die SWOT-Analyse richtig einsetzt, erkennt nicht nur, wo das Unternehmen steht, sondern auch, welche Spielräume sich eröffnen und wie diese strategisch genutzt werden können.

Wir von der 361 consulting group begleiten Unternehmen dabei, SWOT-Analysen nicht nur methodisch korrekt durchzuführen, sondern strategisch wirksam als integralen Bestandteil einer ganzheitlichen, umsetzungsorientierten Strategiearbeit zu nutzen.

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